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When this kind of fire starts, it is very hard to put out. Blood Red Shoes im Interview
28.03.2010
Dieses Zitat aus der „Twin Peak“ Reihe von Regisseur David Lynch verlieh dem neuen Album der Blood Red Shoes den Titel „Fire Like This.“ Das Duo aus England legt uns damit eine noch rockigere Scheibe vor als 2008 mit ihrem Debüt „Box of Secrets“. Deutlich hört man die lyrische als auch musikalische Weiterentwicklung der beiden heraus.

Sie sind erwachsener geworden, ihre Songs kritischer - aber dennoch voller Energie. Schon des Öfteren waren die Blood Red Shoes hier bei uns in Deutschland zu Gast. Ob im letzten Jahr als Support für die Britische Band Maxïmo Park, auf ihrer eigenen Tour oder mit diversen Festivalsauftritten. Ihr heutiges Konzert findet im Schocken statt, einem Club mitten im Herzen Stuttgarts. Gelten sie noch bei vielen als Geheimtipp, so ist doch bereits an der Eingangstür *SOLD OUT* zu lesen. Der Schocken war randvoll und das Konzert ein einziger Rausch aus Hitze und Schweiß.
Ganz getreu nach dem Motto „When this kind of fire starts, it is very hard to put out“ baute sich von Anfang bis Ende des Konzerts eine feurige Spannung zwischen Band und Publikum auf. Dem ein oder anderen viel es dadurch auch schwer die beiden am Ende von der Bühne zu lassen. Aber selbst das größte Feuer erlischt irgendwann und doch sie werden sicher wieder kommen! Einige Stunden zuvor, gesellte sich ein müder aber gut gelaunter „Steven Ansell“ – der Drummer der Blood Red Shoes zu uns für ein Interview.

britishrock.cc:
Steven, ihr hattet gestern ein Konzert im „Backstage“ in München. Wie war dein Abend, wie geht es dir jetzt?

Steven:
Nicht so gut... Das gestern war der größte Gig, den wir in München je hatten.Danach waren wir noch mit den Jungs von „Pulled Apart By Horses“ im „Atomic Café“ feiern und es gab den ganzen Abend „Cocktails for free“ für uns. Ich bin erst um 07:00 Uhr morgens ins Bett gekommen und fühle mich als hätte ich schon seit Wochen nicht geschlafen. Laura geht es heute auch nicht so gut – sie ist noch im Tourbus und schläft damit sie für heute Abend fit ist.

britishrock.cc:
Ihr kostet scheinbar das „Rock’n’Roll“ Leben richtig aus. Was ist dein Lieblingsdrink?

Steven:
Gestern habe ich den ganzen Abend Margaritas getrunken – womöglich auch den ein oder anderen zuviel.

britishrock.cc:
Da ist das Kopfweh wohl schon vorprogrammiert

Steven:
(lacht) Ja, allerdings!

britishrock.cc:
Lass uns über euer neues Album „Fire Like This“ reden. Welcher Song eures neuen Albums lässt dich auf der Tanzfläche so richtig ausflippen?

Steven:
Meiner Meinung nach ist „Heartsink“ der einzige tanzbare Song auf dem Album.

britishrock.cc:
Ist „Heartsink“ also auch dein Lieblingssong?

Steven:
Mein Lieblingssong ist „When We Wake“, weil ihn Laura alleine singt. Diesen Song kann ich voll und ganz genießen und bekomme ein bisschen das Gefühl, nicht auf der Bühne zu stehen sondern als sei ich ein ganz normaler Besucher im Publikum.

britishrock.cc:
Wer hatte die Idee für die „blaue Flamme“ auf dem Album Cover?

Steven:
Laura. Sie hat den ganzen letzten Sommer über verschiedenste Entwürfe gemacht. Das gesamte Booklet wurde von ihr entworfen. Wir wollten damit eine mystische und geheimnisvolle Atmosphäre schaffen. Ich denke durch das Zusammenspiel von den blau und schwarz ist uns dies ganz gut gelungen. Die beiden Hände auf dem Cover sind meine. Laura hat sie einfach fotografiert und die Flammen in meine Hände gemalt.

britishrock.cc:
Sind die Fotos im Booklet also auch von Laura.

Steven:
Ja, ich glaube eines habe ich gemacht, der Rest ist Lauras Werk.

britishrock.cc:
Warum der Name „Fire Like This“?

Steven:
Wir hatten einige gute Ideen, aber der Titel stammt von der Serie „Twin Peaks“ von „David Lynch“.[Anm. dass die beiden große Twin Peaks Fans sind ist kein großes Geheimnis]

britishrock.cc:
Kannst du „Fire Like This“ in 3 Worten beschreiben?

Steven:
(grinst) Nun, wenn es nur 3 Worte gäbe um das Album zu beschreiben, wäre es nie ein Album geworden

britishrock.cc:
Kannst du uns eine schlechte Angewohnheit von euch nennen?

Steven:
(lacht) Ich habe einige schlechte Angewohnheiten. Meine schlechteste Angewohnheit ist im Moment, dass ich zu viel trinke. (grinst) Lauras schlechte Angewohnheit.... (überlegt) Immer wenn wir in ein Hotelzimmer kommen passiert das Gleiche. Laura kommt rein und stellt ihren Koffer mitten in den Weg, so dass ich nur mühsam das Zimmer wieder verlassen kann. Ich muss immer über Berge von Klamotten steigen. Ihr Koffer ist fast am explodieren. (gestikuliert wild mit den Händen) Sie ist eine Frau – sie hat VIELE Anziehsachen!

britishrock.cc:
Was kannst du zum Deutschen Publikum sagen? Irgendwelche Unterschiede zu anderen Städten / Ländern

Steven:
Unterschiede zu anderen Städten gibt es kaum. Außer Hamburg vielleicht. Das war bisher das größte Konzert auf der Tour und das energiereichste. Wir haben auf dieser Tour auch schon in Belgien und Holland gespielt und der Unterschied zu Deutschland ist, dass die Leute dort auf die Bühne kommen um zu „stagediven“. In Deutschland war das bisher kaum der Fall. Mich stört es nicht wenn die Leute wie in Holland auf die Bühne kommen, ich finde das cool.

britishrock.cc:
Was war für dich der peinlichste Moment auf der Bühne

Steven:
Auf dieser Tour lese ich dauernd die Setliste falsch ab. Ich sage einen Song an – und dann gibt es immer Ärger von Laura (grinst)

britishrock.cc:
Was war dein letztes Konzert das du besucht hast?

Steven:
Zwischen der UK Tour und der jetzigen Deutschland Tour hatten wir nur 1 Tag in Brighton frei. An dem Tag war ich auf einem Konzert von Freunden. Keine bekannte Band, es waren auch nur knapp 40 Besucher anwesend. Sonst – die letzte bekanntere Band war „Hole“ mit Courtney Love. Aber ohne ihre Band wäre sie nicht gut.

britishrock.cc:
Also empfiehlst du uns ein Konzertbesuch bei „Hole“ nicht weiter?

Steven:
Es war schon interessant Courtney auf der Bühne zu sehen. Aber sie liest ihren Text während des Konzerts von Monitoren ab.

britishrock.cc:
Was war das Beste Konzert auf dem du je warst

Steven:
(überlegt lange) Da gibt es eine Menge Auswahl. Aber „...And You Will Know Us by the Trail of Dead“ war ein sehr sehr gutes Kozert.

britishrock.cc:
Was ist dir lieber? Konzerte oder Festivals.

Steven:
Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, dann auf jeden Fall eine eigene Tour, weil es eben DEINE Tour ist. Auf Festivals hat man meist nur 20 Minuten Zeit um alle Vorbereitungen zu treffen. Der Sound klingt dann oftmals nicht so, wie er klingen sollte. Aber Festivals sind trotzdem cool. Man muss die richtige Balance zwischen beidem finden.

britishrock.cc:
Gibt es etwas, was wir besser nicht über euch wissen sollten?

Steven:
(lacht laut) Ist das euer Ernst? Das kann ich euch nicht verraten!

britishrock.cc:
Ihr habt morgen einen Tag frei. Habt ihr schon Pläne für den morgigen Tag?

Steven:
Wir spielen übermorgen in Wien und haben eine 8-Stündige Autofahrt vor uns. Viel Zeit bleibt da nicht mehr. Den Abend werden wir wohl im Hotel verbringen.

britishrock.cc:
Und was ist für heute Abend geplant?

Steven:
Heute Abend spielt zufällig eine frühere Supportband von uns hier in Stuttgart, gleich ein paar Straßen weiter. (Anm.: „1984“ im Stuttgarter „Zwölfzehn“. Wir werden nach unserer Show in diesen Club gehen und dort mit unseren Freunden etwas trinken. Aber ein paar Drinks weniger als gestern Abend.

britishrock.cc:
Vielen Dank für das Interview!

Blood Red Shoes, 25. März 2010 (Schocken, Stuttgart)  

28.03.2010, 11:49 von J. Zekl


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